Adipositas
Adipositas oder Fettleibigkeit, ist kein Figurproblem charakterschwacher Menschen, sondern eine anerkannte, chronische Erkrankung. Sie gehört zum Kreis der hormonellen, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten. Die Deutsche Adipositas Gesellschaft definiert Adipositas als eine über das normale Maß hinausgehende Ansammlung von Fettgewebe im Körper.
Richtwert Body-Mass-Index (BMI)
Ab einem Body-Mass -Index von 25 gilt ein Mensch nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO als übergewichtig, ab einem BMI von 30 als adipös. Der BMI errechnet sich aus dem Gewicht (in kg) geteilt durch die Körpergröße im Quadrat (m2). Somit wäre beispielsweise eine Person mit einer Körpergröße von 180 cm mit einem Gewicht von 81 Kilogramm übergewichtig und mit 98 Kilogramm fettleibig.
Übergewichtig oder fettleibig wird ein Mensch, wenn er seinem Körper langfristig mehr Energie zuführt als er verbraucht (positive Energiebilanz). Nahrungsaufnahme und Bewegung sind also zwei Stellschrauben, über die sich das Gewicht beeinflussen lässt.
Individuelle Faktoren beeinflussen das Gewicht
Allerdings gibt es zahlreiche Faktoren, die den Stoffwechsel und damit die individuelle Energiebilanz erheblich beeinflussen. Dazu gehören die genetische Ausstattung, die Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft oder auch die Hormone. Daher muss jemand, der übergewichtig ist, nicht zwangsläufig mehr essen oder sich weniger bewegen als eine schlanke Person.
Belastung für den ganzen Körper
Fettleibigkeit, auch Obesitas genannt, belastet den ganzen Körper und birgt daher ein hohes Risiko von Folgeerkrankungen – von Herzinfarkt über Diabetes bis hin zu verschiedenen Krebserkrankungen. Dass inzwischen ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland fettleibig sind, ist daher ein großes gesellschaftliches Problem.

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