Stammzellen
Durch die völlig neuen Möglichkeiten der mesenchymalen Stammzellen (die aus Fettzellen gewonnen werden können) haben sich minimal-invasive Behandlungsalternativen zu den bereits bekannten Infiltrationstherapien und operativen Eingriffen entwickelt.
Neueste Studien haben gezeigt, dass die Stammzellentherapie zu einer deutlichen Verbesserung der Schmerzsituation und Lebensqualität sowie einer Zunahme der Knorpeldicke führen kann (s. unten).
Gelenksprothesen, vor allem am Kniegelenk, können durch die Stammzellentherapie oft signifikant hinausgezögert und in manchen Fällen sogar vermieden werden!
Was sind Stammzellen?
Als Stammzellen werden jene Körperzellen bezeichnet, die in der Lage sind sich in verschiedene Zelltypen bzw. Gewebe zu differenzieren. Damit können Stammzellen nahezu jedes Gewebe im menschlichen Körper heilen. Diese Besonderheit und die Eigenschaft solange inaktiv zu sein bis sie durch ein Problem (Verletzung, Entzündung, Zellsterben) aktiviert werden, machen sie für den Einsatz in der Medizin so interessant.
Sobald Stammzellen aktiviert sind, vermehren sie sich und regen Selbstheilungsprozesse im Körper an.
Was ist das Ziel einer Stammzellentherapie?
- Beschwerdefreiheit/Schmerzlinderung im Alltag
- Wiederherstellung der Funktion des Knorpels
- höhere Belastbarkeit
- Verbesserung der Lebensqualität
- Vermeidung einer Knieprothese
Wie wirkt die Stammzellentherapie?
- Bei der Stammzellentherapie (auch ACA-Therapie —> Autologue Conditioned Adipose Tissue Therapy) werden durch körpereigene Zellen Heilungsprozesse aktiviert und angeregt.
- Die Stammzelle enthält alle Informationen die notwendig sind, um sich in andere Zellformen differenzieren zu können. Sie kann daher in der Therapie aller Organe eingesetzt werden. Da Stammzellen in einigen Körperbereichen nur begrenzt verfügbar sind, werden sie bei der Stammzellentherapie aus hochpotenten, jedoch wenig genutzten Arealen (zB dem Bauchfett) entnommen und dann dort eingesetzt, wo sie benötigt werden.
- Neueste wissenschaftlich Studien haben gezeigt, dass Stammzellen ihre Umgebung wahrnehmen und bei Bedarf hohe Dosen an bioaktiven Molekülen und antioxidativen Substanzen, aber auch Wachstumsfaktoren ausschütten können. Dadurch kommt es auch zu einer Hemmung der Entzündungs- und Selbstzerstörungsprozesse, die die Arthrose eines Gelenkes progredient fortschreiten lassen.
- Es ist auch das „Homing“ von Stammzellen beschrieben. Das bedeutet, dass Stammzellen in Knorpeldefekte einwandern können und dort tatsächlich neuen Knorpel bilden, dadurch kommt es auch zu einer verbesserten Belastungsfähigkeit des behandelnden Gelenks.

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